Kulturelle Filmförderung des Landes Hessen (HFF-Land)
Liste der zur Förderung vorgeschlagenen Projekte aus der Jury Entscheidung September 2011
Jury:
| Annette Pisacane, |
Köln |
| Mariola Brillowska, |
Hamburg |
| Stephan Winkler, |
Köln |
I.Drehbuch/Spielfilm
Titel
Buddy Bull
Antragsteller
Ivan Fila, Frankfurt a.M.
Fördersumme
10.000 Euro
Inhalt
Ein Werbemanager klaut eine PR-Idee und wird erpresst. Seine Frau bringt ihn aus Versehen um und täuscht eine Entführung vor. Ein blonder Riese wird Zeuge des Mordes und entwickelt einen makaberen Plan. Ivan Filas Drehbuch zu einer Thriller-Komödie soll ganz in der Tradition von "Burn after Reading" oder "Barton Fink" stehen - mit absurder Komik und makaberem Humor.
Titel
Einwärts
Antragsteller
FSL Filmproduktion, Frank Stephan Limbach, Frankfurt a.M.
Fördersumme
8.000 Euro
Inhalt
Edith besucht ihre Mutter, um für ein paar Tage ihrem eigenen Leben zu entfliehen. Als ihre Mutter schwer erkrankt, beschließt Edith, sie zu pflegen. Eine gute Entschuldigung, um sich nicht um ihr eigenes Leben zu kümmern. Astrid Riegers Drehbuch handelt von Familie aber auch von Krankheit, Tod und Trauer - Themen, die in unserer modernen Gesellschaft keinen Platz mehr zu haben scheinen, derzeit aber neuen Stellenwert erlangen.
Titel
Im Traum die Traurigkeit
Antragsteller
Yvonne Görlach, Darmstadt
Fördersumme
10.000 Euro
Inhalt
Jasmin Jankovs Drehbuch widmet sich der Geschichte eines Gerichtsprozesse zu Beginn der 1960er Jahre, der im Umgang mit Opfern von Kindesmissbrauch neue Weichen gestellt hat. Der nahezu aussichtslose Kampf eines Mädchens, das sich nicht damit abfinden will zu schweigen und ihr Recht auf ein gutes Leben einfordert.
Titel
Von Vätern und Söhnen (AT)
Antragsteller
Enkelejd Lluca, Frankfurt a.M.
Fördersumme
10.000 Euro
Inhalt
Vater und Sohn, beide aus dem Irak geflohen, halten sich als Straßenmusiker in Frankfurt über Wasser. Ihre Musik verbindet sie und hilft ihnen, die Schrecken der Vergangenheit zu bewältigen. Enkelejd Llucas Drehbuch entwickelt eine Geschichte über Zwischenmenschlichkeit, Toleranz und Familie für einen Arthouse-Spielfilm.
II.Produktionsvorbereitung/Dokumentarfilm
Titel
Der Grüne Prinz
Antragsteller
A List Films GmbH, Nadav Schirman, Frankfurt a.M.
Fördersumme
15.000 Euro
Regie
Nadav Schirman
Inhalt
Als Sohn des Hamas-Mitbegründers Sheikh Hassan Yousef, war Mosabs Weg eigentlich vorgezeichnet. Doch es kam ganz anders und Mosab wurde der wichtigste Informant für den israelischen Geheimdienst. Sein Deckname: der "grüne Prinz". Er verhinderte Selbstmordattentate und überführte Top-Terroristen bis er 2007 in die USA flüchten musste. Der Dokumentarfilm von Nadav Schirmann ("Der Champagner-Spion", "In the Dark Room") will sich als letzter seiner Trilogie über Geheimdienst und Terrorismus behutsam und spannend dieser Geschichte über Loyalität, Verrat und politische Intrigen annähern.
Titel
Made in Islam
Antragsteller
brave new work film productions, Frank Geiger, Hamburg
Fördersumme
12.000 Euro
Regie
Jutta Feit
Inhalt
Islamische Mode scheint auf den ersten Blick ein Paradoxon zu sein: Religiösität und Konformität versus Stilbewusstsein und Individualität. Und trotzdem befindet sich islamische Mode auf Erfolgskurs. Die Nachfrage nach kreativem Modedesign, das gleichzeitig den Glaubensvorschriften gerecht wird, ist groß. Regisseurin Jutta Feit begleitet drei muslimische Designerinnen, die sich nicht mit vorgefertigten Rollenbildern zufriedengeben, sonden ihren Erfindungsreichtum und ihre Geschäftstüchtigkeit nutzen, um Zeichen zu setzen.
III.Produktion/Dokumentarfilm
Titel
10 pm Lincoln Boulevard
Antragsteller
Heiter Filmproduktion, Jürgen Heiter, Köln
Fördersumme
25.000 Euro
Regie
Jürgen Heiter
Inhalt
Zwischen einer Klinik für Alkoholkranke und einem exklusiven Weinladen, direkt am Lincoln Boulevard, hat der US-Künstler Raymond Pettibon sein Atelier. Pettibon lebt, arbeitet und bewegt sich zwischen Extremen: zwischen Hollywood und dem zerbrochenen "American Dream", zwischen Obdachlosen und reichen Kunstgalerien. Regisseur Jürgen Heiter ("Long Live the People of the Revolution") wird Pettibon auf seinem Trip durch den Größenwahn des Kunstbetriebs begleiten.
Titel
Balkan Spirit
Antragsteller
Hermann Vaskes Emotional Network, Hermann Vaske, Frankfurt a.M.
Fördersumme
30.000 Euro
Regie
Hermann Vaske
Inhalt
Filmemacher Hermann Vaske widmet sich in seinem Dokumentarfilm "Balkan Spirit" der großen Frage nach der Kreativität des Balkans. Einer Kreativität, die schräg ist, leidenschaftlich und emotional. Passion bis zum Umfallen, Emotionalität, dass es kracht. Nachwuchstalente und Koryphäen aus den unterschiedlichsten Kunst- und Kreativbereichen werden von Kompromisslosigkeit, vom Spannungsfeld zwischen Politischem und Privatem, vom Leben und künstlerischen Schaffen am Balkan erzählen.
Titel
Theater Leben
Antragsteller
Pavel Schnabel Filmproduktion GbR, Pavel Schnabel, Frankfurt a.M.
Fördersumme
30.000 Euro
Regie
Pavel Schnabel
Inhalt
Das Frankfurter Straßentheater Antagon besteht seit 20 Jahren und seine Mitglieder leben zusammen in einer Kommune. Der Dokumentarfilm begleitet die Künstler zu Hause in Frankfurt und auf ihrer Sommertour durch Europa. "Theater leben" soll über die Sehnsucht nach Freiheit, Theaterbesessenheit und das Leben auf der Straße mit all seinen Strapazen erzählen.
IV.Produktion/Animationsfilm
Titel
Hypozentrum
Antragsteller
Ingmar Böschen, Hamburg
Fördersumme
15.000 Euro
Regie
Xenia Lesniewski
Inhalt
Der experimentelle Trickfilm "Hypozentrum" von Xenia Lesnieswski versteht sich als filmische Psychoanalyse, als ein Instrument zur Befragung von Gegenwartskultur. Unerwartete Bilderlandschaften und mystisch anmutende Szenen sollen Denkräume eröffnen, eine eindeutige Interpretation soll jedoch bewusst verhindert werden.
V.Produktion/Experimentalfilm
Titel
The Perfect Kitchen Show
Antragsteller
Thomas Sterna, Frankfurt a.M.
Fördersumme
10.000 Euro
Regie
Thomas Sterna
Inhalt
Die Arbeiten von Thomas Sterna bilden eine Schnittstelle zwischen Skulptur, Performance und Video. Sein Filmprojekt "The Perfect Kitchen Show" wird in einem Raum gedreht, der sich um die eigene Achse bewegt. Im Raum gibt es eine fest installierte Küche, einzelne Küchenobjekte sind jedoch nicht fixiert. In diesem Ambiente versucht ein Koch ein Menu aus einer Fernsehshow nachzukochen. "The Perfect Kitchen Show" ist eine wahnwitzige Zuspitzung der zunehmenden "Boulevardisierung" unserer Medienwelt, die sich nicht zuletzt auch in der absurden Inflation von (Promi-)Kochshows niederschlägt.
VI.Postproduktion/Dokumentarfilm
Titel
fuckmybeatz
Antragsteller
Schmerbeck Filmproduktion, Till Schmerbeck, Ludwigsburg
Fördersumme
10.000 Euro
Regie
Dino Argentino
Inhalt
"fuckmybeatz" war eine legendäre Partyreihe in der Frankfurter Clubszene. Exklusiv, exzessiv, an geheimen Orten und nur für geladene Gäste. Regisseur Dino Argentino entführt den Zuschauer in eine nächtliche Parallelwelt, in der alle gesellschaftlichen Normen außer Kraft gesetzt sind.
VII.Postproduktion/Experimentalfilm
Titel
Wildwechsel
Antragsteller
Gunter Deller, Frankfurt a.M.
Fördersumme
6.000 Euro
Regie
Gunter Deller
Inhalt
Textzitate aus dem "Sterntaler"-Märchen der Brüder Grimm liegen, sowohl gesprochen als auch in Schriftzügen, über den Bildern, die Aufnahmen aus der Natur mit Bildern des Finanzdistrikts Frankfurts und Neubauarealen kombinieren. Das Märchen wird allerdings rückwärts erzählt: Es beginnt mit dem Geldregen und endet in bitterer Armut. "Wildwechsel" von Gunter Deller ist ein meditativ-metaphorisches Stadtporträt, gedreht vor den Türen der Europäischen Zentralbank.
VIII.Verleih/Vertrieb/Experimentalfilm
Titel
THE RISE OF THE UNDERGROUND
Antragsteller
Anja Czioska, Frankfurt a.M.
Fördersumme
8.000 Euro
Regie
Anja Czioska
Inhalt
Wer hält Frankfurt am Kochen? Wie hat sich die Kunst-/Club-Off-Szene in Frankfurt entwickelt? Und wer ist darin involviert? Anja Czioska macht sich auf die Spurensuche dieser versteckt blühenden Spezies und trifft auf allerlei Merk- und Denkwürdigkeiten. Es grüßen Künstler, Direktoren, Kuratoren, DJs, Clubbesitzer und andere Kreativgeschöpfe der Stadt. Eine wahrhaft experimentelle Reise auf 16mm, mit Musik von Frankfurter Bands, Musikern, DJs und Labels
IX.Drehbuchcamp
Titel
Zwei Stipendien
Fördersumme
insgesamt 990 Euro
Inhalt
Die Kulturelle Filmförderung des Landes Hessen vergibt zwei Stipendien in einer Gesamthöhe von 990 Euro an Autor/innen, die im DrehbuchCamp ihren Projekten den letzten dramaturgischen Schliff verleihen oder sich im Rahmen verschiedener Kurse fortbilden.