Aktuelles
Herzlich Willkommen auf den Seiten der Hessischen Filmförderung!
Die Hessische Filmförderung (HFF) – die Kulturelle Filmförderung des Landes Hessen (HFF-Land) und die Hessische Rundfunk Filmförderung (HFF-hr) – unterstützt alle Schritte bei der Herstellung und Auswertung von Filmen mit Zuschüssen: vom Drehbuch über die Produktion bis zum Verleih.
Sie vergibt Stipendien zur Fortbildung, unterstützt die hessischen Filmfestivals und kofinanziert Filmreihen und innovative Kinoprojekte.
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11.02.2010 - HESSEN TALENTS auf der Berlinale

In den gleichnamigen Filmprogrammen zeigen Absolventinnen und Absolventen der Kunsthochschule Kassel, der Hochschule für Gestaltung Offenbach und der Hochschule
Darmstadt ihre aktuellsten Filme und werben für künftige Projekte.
Zu den ausgewählten HESSEN TALENTS gehört auch Daniel Stieglitz, Absolvent der Kunsthochschule Kassel, der für ENDSTATION SPIELZEUGLAND als Bester Hochschulfilm
mit dem Hessischen Film- und Kinopreis 2009 ausgezeichnet wurde.
Vertreten sind außerdem die Trickfilmklasse Kassel mit PIERRE UND DER SPINATDRACHE von Hélène Tragesser, DIE GEDANKEN SIND FREI von Urte Zintler und DER PRÄZISE PETER von Martin Schmidt, sowie Kurzspielfilme der Kunsthochschule Kassel: DER LETZTE GANG von Florian Schneider und WEGE ZUM ERFOLG von Jörn Möllenkamp.
Aus der HfG Offenbach kommen die Animationsfilme MARIVANNA von Olga Petrova und BOULE von Björn Ullrich, sowie die Kurzspielfilme MOD MOOD von Ivi Roberg sowie DAS ERBE DER TIPPELTOVS von Sebastian Simon.
Die Hochschule Darmstadt zeigt: NO IDEA von Dino Muhic, HELDEN DER ARBEIT von Theresa Maué, Moritz Heimsch, Sebastian Reisinger, sowie 51 EURO von Enkelajio Lluca und Marco Eisenbarth.
Weitere Informationen: www.hfmakademie.de
11.02.2010 - Von der Hessischen Filmförderung (HFF) unterstützte Filme bei den 60. Berliner Filmfestspielen

Sektion German Cinema: 13 SEMESTER von Frieder Wittich
"Ihr lernt nicht für die Universität, sondern für das Leben!" Oder umgekehrt? Um die Bedeutung dieses Sinnspruches mit der Realität abzugleichen, studiert Momo (Nachwuchsstar Max Riemelt, "Lauf um dein Leben", "Die Welle") dreizehn Semester Wirtschaftsmathematik. Sechseinhalb Jahre, die ihn mit allen Höhen und Tiefen konfrontieren, die das Studentenleben zu bieten hat: Aufbrüche, Unsicherheiten, Wohngemeinschaften, neue Freundschaften, Partys, Vordiplomstress, unerreichbare Kommilitoninnen und Sinnkrisen. Wer bin ich? Was will ich eigentlich vom Leben? Und wieso kaufe ich mir wegen 30 Cent Unterschied die ungenießbare TIP-Pizza, wenn ich dann abends 15 Euro für Bier ausgebe? Frieder Wittichs Spielfilmdebüt - eine Claussen+Wöbke+Putz Produktion in Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk - ist eine Coming-of-Age-Komödie, die zum größten Teil in Darmstadt und Umgebung realisiert wurde. Sie entstand u.a. mit Mitteln der Hessischen Filmförderung (HFF - Filmförderung des Landes Hessen und des Hessischen Rundfunks) sowie von HessenInvestFilm (Förderprogramm der Wi-Bank).
In den Filmtheatern erreichte er inzwischen 145.353 Zuschauer.
Alle Filminfos unter: www.13Semester.de
Sektion Forum Expanded: KÄFIG von Karl Kels
Karl Kels, ehemaliger Städelschüler und für seinen Film "1993 Karl Kels" ausgezeichnet mit dem Hessischen Filmpreis, bezieht sich in seinem 14-minütigen Film auf den "Käfig" in seiner Doppelbedeutung, einerseits als reale Sache, andererseits als Metapher für verschiedene existentielle Zustände. "Käfig” versucht diese beiden Bedeutungsebenen zu erzeugen und zum Ausdruck zu bringen. Das ursprüngliche Material des Films besteht aus zwei Einstellungen, die Kels im Frankfurter Zoo im Nashorngehege auf 35mm S/W Film aufgenommen hat. Mit Hilfe einer komplexen metrischen Montage, die auf 3360 Einzelschnitten beruht, wird der Naturalismus der repräsentativen Bilder und Bewegungen radikal dekonstruiert.
Sektion Panorama Dokumente: FRITZ BAUER – TOD AUF RATEN von Ilona Ziok
„Fritz Bauer war wohl der profilierteste Staatsanwalt, den die Bundesrepublik je hatte. Er sah sich als „Jurist aus Freiheitssinn“ und war überzeugt, dass der Bürger ein Widerstandsrecht gegen Willkürakte des Staates hat. Hierfür stritt er als niedersächsischer Generalstaatsanwalt 1952/53 in einem aufsehenerregenden Prozess, in dem es um die Legitimität des 20. Juli 1944 ging und in dessen Verlauf Bauer die Rehabilitierung der hingerichteten Verschwörer erreichte. Mit derselben Zielgerichtetheit hat er die Aufhellung und Ahndung der NS-Verbrechen in Gang gesetzt. Als hessischer Generalstaatsanwalt (1956 –1968) war er der maßgebliche Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse. Eine wichtige Rolle spielte Bauer auch bei der Ergreifung Adolf Eichmanns, indem er den Aufenthaltsort des „Buchhalters der Endlösung“ an den israelischen Mossad verriet, damit Eichmann in Jerusalem vor Gericht gestellt werden konnte. Während seiner Amtszeit hat er zudem die Reform des Strafvollzugs vorangetrieben. Dessen Humanisierung gehörte für ihn zu einer humanen Gesellschaft.
Im restaurativen Klima der Adenauer-Ära wurde Bauer zu einer „Provokation für den Zeitgeist“. Aufsätze und Reden mit Titeln wie „Mörder unter uns“ und „Am Ende waren die Gaskammern“ erregten nicht nur rechtsradikale Kritik, sondern auch beim bürgerlichen Publikum Anstoß. Antisemitische und politische Anfeindungen begleiteten das Leben des jüdischen Schwaben.
Ein schwerer Schlag war für Bauer die Verabschiedung der Notstandsgesetze im Mai 1968. Bauer sah sie als eine irreparable Wende zum autoritären Staat an. Am 30. Juni 1968 wurde er tot in seiner Frankfurter Wohnung aufgefunden. Die Umstände seines Todes geben bis heute Rätsel auf.“(Berlinale)
Weiter Informationen, Aufführungszeiten: www.berlinale.de
11.02.2010 - Premiere: BLUES MARCH SOLDAT JON HENDRICKS

Nach Aufführungen auf den Festivals in Montréal (Canada), Guangzhou (China), Harlem und Brooklyn (USA) nun endlich auch in der deutschen Fassung in Frankfurt am Main.
BLUES MARCH ist die Geschichte des mittlerweile 87.jährigen weltberühmten JAZZ SÄNGERS Jon Hendricks, Mitbegründer des legendären swing-und vocalizing trios Lambert, Hendricks & Ross, der mit Louis Armstrong, Duke Ellington, Miles Davis sang und Texte schrieb und der Vorbild war u.a. für die Beatles und die Rolling Stones.
Jon Hendricks enthüllt in diesem Film zum erstenmal seine Geschichte als NEGRO SOLDIER und DESERTEUR der US ARMY im 2.Weltkrieg in Europa (England, Frankreich,Deutschland) und damit die unglaubliche und noch heute kaum bekannte Geschichte der Rassentrennung-und diskriminierung in der amerikanischen Armee.
Die schwarzen Soldaten,die nicht nur im berühmten gleichnamigen Frank Capra Film sondern auch in der U.S. Armee Negro Soldiers (Negersoldaten) hießen und die "wie Sklaven auf der Plantage" (Hendricks) behandelt wurden, galten für den US Generalstab (Eisenhower, Patton...) ganz offiziell als rassisch minderwertig, sollten aber gegen den Rassismus der Nazis kämpfen und hatten - wie Jon Hendricks - oft mehr Anlass gegen die eigene, rein weisse Militärpolizei und die rein weissen Offiziere zu kämpfen als gegen die Deutschen.
Nicht nur die Art und Weise, wie Hendricks diesen Krieg als eine Art amerikanischer Soldat Schweyk führte sondern auch seine Jazzmusik im Film - verstärkt durch Filmmusik von Emil Mangelsdorff und Thilo Wagner - sind, wie es der Filmkritiker Thomas Rothschild nach einer Auffführung beim Montréal Filmfest schrieb " Ein Glücksfall"
Weitere Informationen: www.bluesmarch.strandfilm.com, oder Malte Rauch: malte.rauch@gmx.de oder Tel. 069-495473.
Der Film wird vom 4. bis zum 10. März im KINO MAL SEH'N, Adlerflychtstraße 6, Frankfurt laufen, (dabei am Sonntag, den 7.3 mit anschließender DISKUSSION mit den Filmemachern) und später in verschiedenen deutschen Städten.